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Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle werden aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen. Dabei gibt es unterschiedliche Öle, die aus den Blättern, den Blüten, den Schalen oder dem Holz von Pflanzen extrahiert werden. Die Öle sind bekannt für ihr starkes Aroma und ihren intensiven Duft. Aber was sind ätherische Öle überhaupt? Diese Frage möchte ich dir in den folgenden Abschnitten beantworten.

Was sind ätherische Öle aus naturwissenschaftlicher Sicht?

Um zu verstehen, was ätherische Öle sind, müssen wir einen kurzen Exkurs in die Biologie und Chemie machen. Die Öle werden in den Öldrüsen von Pflanzen gebildet und in den verschiedensten Pflanzenteilen gespeichert. Ich habe dir hier einige Möglichkeiten zusammengetragen, in welchen Teilen einer Pflanze welche Öle vorkommen:

  • Blüten: Rose, Jasmin, Mimose, Kamille, Lavendel
  • Blättern: Zitronen-Minze, Teebaumblätter, Ringelblumenblätter
  • Samen: Fenchel, Moschussamen, Anissamen
  • Schalen von Früchten: Zitrone, Mandarine, Orange, Bergamotte
  • Wurzeln: Baldrian, Ingwer
  • Harzen: Weihrauch, Myrrhe
  • Rinden: Zimtrinde
  • Zapfen: Hopfen
  • Holz: Zypresse, Wacholderholz, Sandelholz

Der biologische Nutzen von ätherischen Ölen

Die duftenden Öle können bei Pflanzen unterschiedliche Aufgaben haben. Einige Pflanzen nutzen die Öle, um Insekten zur Bestäubung anzulocken. Andere Öle haben eher die Funktion, Schädlinge fernzuhalten oder die Pflanze vor Krankheiten zu schützen, die durch Bakterien oder Pilze ausgelöst werden.

Wir Menschen profitieren vor allem von den angenehmen Düften der ätherischen Öle. Doch auch die pflegende und wohltuende Wirkung der Stoffe können wir uns zu Nutzen machen. 

Was sind ätherische Öle aus chemischer Sicht

Aus einer chemischen Perspektive sind ätherische Öle komplexe Stoffgemische, die größtenteils aus Terpenen bestehen. In einem ätherischen Öl können hunderte Einzelstoffe vorkommen, die zu den diversen Gerüchen beitragen können. Das Wort ätherisch bedeutet so viel wie duftend beziehungsweise flüchtig und luftig. Das beschreibt auch die Eigenschaften der besonderen Öle. Flüchtig bedeutet in dieser Hinsicht, dass die Öle in flüssigem Zustand schnell in der Luft verdunsten. 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Ölen wie Olivenöl oder Jojobaöl, hinterlassen ätherische Öle keinen Fettfilm auf der Haut oder anderen Untergründen. Trotzdem sind die Öle nicht wasserlöslich, sondern können lediglich mit Fett gelöst werden. Entgegen ihres Namen enthalten sie aber selbst kein Öl im herkömmlichen Sinne.

Die Herstellung ätherischer Öle

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ätherische Öle aus den Pflanzenteilen zu gewinnen. Dabei lässt sich nicht jedes Öl mit der gleichen Methode aus der Pflanze lösen, sodass sich mehrere Vorgehensweisen etabliert haben. Die wichtigsten und auch heute noch am meisten verwendeten Möglichkeiten sind die Wasserdampfdestillation, die Kaltpressung und die Extraktion der Öle.

Die Wasserdampfdestillation

Die am häufigsten verwendete Methode der Gewinnung ätherischer Öle ist die Wasserdampfdestillation. Dazu wird in einen Kessel mit zerkleinerten Pflanzenteilen Wasserdampf geblasen. Der Dampf löst dann das Öl aus dem Pflanzengewebe. In einem gekühlten Rohr kondensiert der Dampf und in einem Auffangbehälter trennen sich dank der chemischen Eigenschaften das Öl und das Wasser voneinander. 

Kaltpressung

Nicht alle Pflanzenöle können durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Zum Beispiel wird für die Gewinnung von ätherischen Ölen aus Zitrusfrüchten Kaltpressung als Alternative genutzt. Dazu werden die Schalen der Früchte gepresst. Aus der dadurch entstehenden Emulsion wird durch Zentrifugieren das ätherische Öl gewonnen.

Extraktion

Dieser Vorgang wird vor allem bei Blüten-Ölen genutzt. Dabei werden durch Lösungsmittel alle löslichen Aromastoffe extrahiert. Anschließend wird durch Destillation das Lösungsmittel wieder entzogen, sodass man eine wachsartige Masse erhält, aus der wiederum das ätherische Öl gewonnen wird.

Die Verwendung der Öle

Ätherische Öle werden in der Regel als Duftstoff genutzt. Dabei gibt es diverse Möglichkeiten, wie der Duft verwendet werden kann. Ich möchte dir im folgenden kurz meine liebsten Verwendungen vorstellen. 

Raumduft

Möchtest du in deiner Wohnung in den Genuss von hochwertigen Duftstoffen aus ätherischen Ölen kommen, hast du mehrere Möglichkeiten. Dabei kannst du das Öl zum Beispiel direkt auf einen Duftstein tropfen. Diese eignen sich besonders gut, um einen kleinen Umkreis zu beduften. Um einen größeren Umkreis mit dem Duft zu verwöhnen, lege den Stein am besten auf einen warmen Untergrund, zum Beispiel einen Heizkörper oder deinen Kaminofen.

Eine andere Möglichkeit sind Duftlampen. Dazu wird ein ätherisches Öl mit Wasser in eine Schale gegeben, unter der ein Teelicht platziert wird. Das Öl-Wasser-Gemisch verfliegt durch die Wärme des Teelichts dann im Raum. In größeren Räumen kannst du auch über die Anschaffung eines Thermosteins oder Aroma Diffusors nachdenken.

Als Raumduft eignen sich zum Beispiel Lavendelöl oder andere Blütenöle. Für einen frischen Duft sorgen auch ätherische Öle aus Zitrusfrüchten.

Saunaaufguss

Mische für einen Saunaaufguss einfach ein paar Tropfen deines gewählten ätherischen Öls mit einer guten Menge Wasser. Die beliebtesten Düfte für den Aufguss sind Eukalyptus- oder Pfefferminzöl. Für einen beruhigenden Aufguss sorgt zum Beispiel Kamillenöl. Sei aber vorsichtig! Gib niemals das Öl direkt auf die Steine, denn so können sie sich leicht entzünden. Auch in Verbindung mit Wasser solltest du sparsam mit den Ölen sein, da eine zu hohe Konzentration zu Schäden für die Gesundheit führen kann. 

Inhalation

Zum Inhalieren sind Eukalyptus-, Latschenkiefer- oder Pfefferminzöl geeignet. Sie haben eine wohltuende Wirkung auf die Atemwege. Auch Teebaumöl wird gern zur Inhalation verwendet. 

Natürlich bietet sich die Nutzung eines Inhalators an. Jedoch gibt es auch eine schnelle und unkomplizierte Alternative, wenn du gerade kein solches Gerät zur Hand hast. Dazu brauchst du:

  • eine große Schüssel 
  • 1 bis 2 Liter heißes Wasser
  • 3 bis 6 Tropfen deines gewählten ätherischen Öls
  • 1 Teelöffel Meersalz
  • ein großes Badetuch

Mische zuerst das Öl mit dem Meersalz und verrühre diese Mischung im heißen Wasser. Lehne dich mit dem Badetuch über dem Kopf über die Schüssel und atme den aufsteigenden Dampf für etwa 5 bis 15 Minuten ein.

Badezusatz

Einen Badezusatz mit ätherischen Ölen kann man ganz einfach selbst machen. Vermische dazu das Öl mit einer Trägerlösung, bevor du es ins Badewasser gibst. Dazu kannst du ein paar Teelöffel Sahne oder Honig verwenden. Außerdem bietet sich eine Mischung mit Pflanzenöl an. Nimm auch hier nicht zu viel von dem ätherischen Öl. 4 bis 6 Tropfen sind vollkommen ausreichend.

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